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Großes Bruch PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 3. März 2010
Ein Stück Urnatur
Das Große Bruch - Lebensraum für eine reichhaltige Tier- & Pflanzenwelt
Landkreis Börde.   Gleichsam vor den Toren der Stadt Oschersleben liegt das „Großes Bruch“. Ein lohnendes und interessantes Ziel, dass sich am besten mit dem Fahrrad oder per pedes erkunden lässt.

Das satte Grün der Wiesen im Frühjahr
Das Naturschutzgebiet „Großes Bruch“ mit seinen Wegen, den schilf- und weidengesäumten Gräben, erstreckte sich auf einer Breite von ein bis vier Kilometer zwischen Oschersleben im Osten und Hornburg im Westen.

Bis zur beginnenden Entwässerung im Mittelalter galt das aus einem Urstromtal entstandenen Gebiet als undurchdringlich.
In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde das Gebiet durch umfangreiche Meliorationsmaßnahmen, durch Bau von Drainagen und Gräben vollständig trockengelegt und zu Ackerland umgebrochen. Seine ursprüngliche Natur wurde dabei fast völlig zerstört.


Weitere Informationen    über das "Große Bruch"

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Winterimpression im Bruch, Nähe Neudamm.
Aufsteigende Nebelschwaden.
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Nach der Schneeschmelze im Frühjahr steht das Wasser auf den Wiesen.
Ein Spaziergang lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Mit ihren zahlreichen Gräben bietet die Niederungs- und Wiesenlandschaft „Großes Bruch“ einen idealen Lebensraum für eine reichhaltige Tier und Pflanzenwelt.
Für den aufmerksamen Beobachter gibt es also viel zu entdecken:
 Vor allem für die Vogelwelt hat das Gebiet als Brut-, Nahrungs-, Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebiet eine große Bedeutung. Es ist Wohn- und Brutgebiet des Großen Brachvogels, einer seltenen und bestandsbedrohten Art.
Im Winter findet sich gelegentlich der Eisvogel ein. In den Kopfweidenbeständen brütet zum Beispiel der seltene Steinkauz.

Zigtausende nordische Gänse nutzen das Große Bruch als Rastplatz. Im Großen Bruch fühlen sich Störche, Schwäne, Stockenten und Wasserhühner heimisch.

Selten gewordene Sumpf- und Wasserpflanzen gedeihen in diesem Feuchtgebiet. Neben den gelben Wasserschwertlilien finden sich ebenso der rosafarbene Baldrian, die Wasserminze und die Schwanenblume.

Ein Spaziergang durch das „Große Bruch“ lohnt sich alle mal, zu jeder Jahreszeit.
Günstige Ausgangspunkte für eine Erkundung bieten die Ortschaften Hornhausen, Neudamm, Wulferstedt und Oschersleben an.


Vorschlag für eine Radtour

Blick über das Bruch Richtung Wulferstedt.
Der Grabenschieben reguliert (normalerweise) den Wasserfluss.


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Weiden spiegeln sich im Wasser  /   Frühlingssturm und Haufenwolken.
Blick auf die Windräder bei Wulferstedt.
 
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 Börde-Journal 
 Sonntag, 5. September 2010