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Donnerstag, 11. Juni 2009
Mieterfest für Jung & Alt
Kuchenbasar: Erlös ging als Spende an die "Oscherslebener Tafel"
Oschersleben.   Am vergangenen Samstag feierte die Wohnungsgenossenschaft „Neues Leben“ eine tolle Party.
Über 200 Besucher waren der Einladung gefolgt, um in der Friedrichstraße, dem Sitz der Genossenschaft, einen unterhaltsamen Vormittag zu verbringen.
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Jung & Alt hatten Freude beim Mieterfest der Wohnungsgenossenschaft.
Für das leibliche Wohl sorgte wie immer Giovanni Cara. Neben den landestypischen Nudelgerichten, die der gebürtige Italiener unter den Augen der Gäste zu bereitete, gab es leckeres Gegrilltes.

Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen – gebacken von den Mitarbeitern der Wohnungsgenossenschaft – kam auch diesmal wieder der Oscherslebener Tafel zu Gute. Insgesamt 230 Euro (zuzüglich Spenden) konnten eingesammelt und an Doreen Waliczek von der Tafel übergeben werden.
Kindertanzdarbietung mit DJ Ötzi.
Jede Menge Spiel und Spaß waren bei Kicker, Curling oder auf der Hüpfburg angesagt. Das Haarestyling von und mit dem Friseurteam Müller wurde vor allem von den „jungen Damen“ ausgiebig in Anspruch genommen.

„Ich freue mich, dass wieder so viele Besucher den Weg zu uns gefunden haben. Das alljährliche Mieterfest ist wie immer der Höhepunkt, zu dem wir unsere Mieter einladen“, berichtet Geschäftsführer Jens Schneider.
„Der Zusammenhalt der Mieterinnen und Mieter zueinander und zu ihrem Vermieter, soll dadurch gestärkt werden.
Vielen Dank an alle die mitgemacht haben, an das Team der Wohnungsgenossenschaft „Neues Leben“, und vor allem an die vielen Gäste.“
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Kuchenbasar für einen guten Zweck   /   Haarestyling von und mit dem Friseurteam Müller.
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Sonntag, 24. August 2008
Explodierende Energiekosten
Vermieter reagieren mit Reduzierung von Durchflussmengen und Reduzierung der Vorlauftemperatur
Oschersleben.   Ganz Deutschland spricht von steigenden Energiekosten. Damit die Mieter im kommenden Jahr nicht vor unbezahlbaren Rechnungen sitzen, haben einige Vermieter bereits reagiert.
In einem Schreiben, dass die Wohnungsgenossenschaft „Neues Leben“ an ihre Mieter im OscherslebenerWohnquartier „Wasserrenne“ verschickte, heißt es u.a.:

„...zusammen mit unserem Wärmeversorger haben wir Maßnahmen beschlossen, um den steigenden Kosten entgegen wirken zu können. .... In diesem Zusammenhang werden wir u.a.:
den Schaltpunkt der Außentemperaturregelung senken,
die Vorlauftemperaturen reduzieren,
die Durchflussmengen der Fernwärme in den Stationen verringern,
soweit möglich die Leitungen hydraulisch abgleichen.


Was das genau bedeutet und welche Auswirkungen es für die Mieter im Wohnquartier „Wasserrenne“ hat, wollte das Börde-Journal von Neues-Leben-Geschäftsführer Jens Schneider wissen.

Im Durchschnitt, so Schneider, habe sich der Jahresverbrauch um 10 bis 15 Prozent reduziert. Gleichzeitig erhöhten sich die Energiekosten jedoch in der gleichen Größenordnung.
„Dem wollen wir gegensteuern, jedoch nicht den Hahn abdrehen. Das geht nur, wenn wir es schaffen, die Wärme effektiver einzusetzen und ein ausgewogenes Verhältnis erreichen.“
Da das subjektive Empfinden der einzelnen Mieter sehr unterschiedlich ist, orientierte man sich in der Vergangenheit an jenen, die ihre Heizungen früher und höher aufdrehten als andere.
Das wollen wir nun auf ein normales Mittelmaß reduzieren, in dem wir uns am normalen Heizverhalten und Empfinden orientieren, um Heizkosten zu sparen. Künftig wird nicht mehr die maximale Menge angeliefert bzw. vorgehalten.“

Das bedeutet aber auch, so der Neues-Leben-Geschäftsführer, dass die Heizanlagen bei kurzzeitigen Temperaturschwankungen nicht mehr komplett anfahren werden, weil dies sehr viel Energie verbraucht.
Die Wärmeversorgung im Wohnquartier „Wasserrenne“ erfolgt über unterirdisch erlaufende Leitungen.
Von zwei Heimstationen in der Robert-Koch-Straße wird für jeweils 30 bis 60 Wohneinheiten Heißwasser an Wärmetauschern bereit gestellt, das dort mit 105 im Winter bzw. 85 Grad Celsius im Sommer ankommt - unter Druck, um es flüssig zu halten.

„Wir arbeiten mit Nachtabsenkung und Außentemperaturfühlern, die von 23 bis 05 Uhr früh sehr verzögert reagieren. Solltes es nach diesem Zeitpunkt immer noch kühl sein bzw. registrieren die Fühler eine nachhaltig gefallenen Temperatur, nimmt die Heizstation ihre Arbeit auf.“
Jens Schneider verwies darauf, „dass die gut gedämmten Gebäudehüllen die Temperatur eine gewisse Zeit halten, so dass kleinere Temperaturschwankungen kaum wahrgenommen werden dürften.“
In der Heizstation in der Robert-Koch-Straße wird das heiße Wasser "angeliefert".
Weiterhin reagiere die Wohnungsgenossenschaft damit auch auf den zunehmenden Leerstand.
„Die Kosten für leer stehende Wohnungen kommen nicht zur Umlage auf die übrigen Mieter“, widersprach Jens Schneider einem weit verbreiteten Irrglaube. „Diese Kosten werden anteilig nach der Quadratmeterzahl vom Vermieter getragen.“

Wie Schneider betonte, wolle man bewusster mit Energie umgehen. Konkret heißt das, wenn weniger von den Mietern abgefordert wird, wird auch entsprechend weniger vorgehalten.
„Wir reagieren damit auf das geänderte Verbrauchsverhalten der Mieter.“

Wie Jens Schneider berichtete, seien Wohnungsgenossenschaften in anderen Städten bereits dazu übergegangen, im Sommer die Heizungen komplett abzustellen. Die Warmwasserversorgung erfolgt dann mittels Solartechnik.
 
 Börde-Journal 
 Sonntag, 5. September 2010