Trauer braucht einen Platz,
zu dem man gehen kann
Waldfriedhöfe als letzte Ruhestätte werden immer beliebter
Meisdorf. Der Trend zur Abkehr von traditionellen Bestattungen auf Friedhöfen ist in letzter Zeit verstärkt zu beobachten.
Im gleichen Maße nimmt die Nachfrage nach individuellen Bestattungsformen zu, so wie der Wunsch vieler Menschen nach einer Ruhestätte in freier Natur. Ein Indiz für einen grundlegenden Wandel in der Bestattungskultur ist auch die Tatsache, dass die Zahlen der Einäscherungen von Jahr zu Jahr stetig ansteigen.
Der Wald wird von vielen Menschen als ein Stück Heimat oder als ein Ort empfunden, der in der heutigen schnelllebigen Zeit eine Art Ruhepol darstellt.
In diesem Wald, in dem sie schon oft Ruhe und Erholung erfahren haben, suchen sie noch zu Lebzeiten jenen Ort aus, an dem sie ihre letzte Ruhestätte finden wollen.
Waldfriedhof bei Meisdorf

Mit dem „Ruheforst Harz-Falkenstein“ wurde im Mai 2009 der 33. Ruheforst bundesweit seiner Bestimmung übergeben.
Der Waldfriedhof bei Meisdorf bietet individuelle Bestrahlungsmöglichkeiten.
Ein eigens eingerichteter Andachtsplatz unterstreicht die christlich orientierte Bestattung. Ebenso die Namenstäfelchen, die zudem mit einem Kreuz oder einem Bibelvers versehen werden können.
Der „RuheForst Harz-Falkenstein“ ist ein kirchlicher Waldfriedhof und bietet die letzte Ruhestätte in einem Jahrhunderte alten Waldgebiet, das sich weitgehend ungestört entwickeln darf. Die bis zu 160 Jahre alten Eichen bilden das Dach, unter dessen Schutz sich die nachfolgende Generation junger Eichen etablieren kann.
Das Konzept:
- sieht die Beisetzung in einem „RuheBiotop“ vor. Orte, die sich durch die verschiedenartigsten Biotop-Elemente wie z. B. Bäume, Sträucher und Steine unterscheiden.
- auf Trauerzeremonien kann, muss aber nicht verzichtet werden; sie können individuell gestaltet werden.
- RuheBiotope benötigen keine Pflege, da sie Teil des natürlichen Waldes sind.
Sie können schon zu Lebzeiten ausgewählt werden und so wichtige Bezugspunkte sein.
- Es erfolgt eine namentliche Nennung des Verstorbenen am RuheBiotop.
- Das Recht auf Nutzung eines RuheBiotops wird für 99 Jahre erworben.
- Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt.
Andachtsplatz
Die Zufahrt überr den Golfplatz ist derzeit gesperrt. Hier scheint es Unstimmigkeiten zwischen den Betreibern des Waldfriedhofs und den Golfern zu geben.
Weitere Informationen finden sich unter
Ruheforst Harz-FalkensteinAnsprechpartner für Gruppenführungen, Biotopauswahl und Beisetzungen:
Förster Ralf Ziesenhenne
Telefon: 039459 - 18994
Fax: 039459 - 73486
Terminabsprachen: 0172 - 3651885
E-Mail: kontakt@ruheforst-harz-falkenstein.
Ansprechpartner für Verwaltung und Vertragswesen:
Christin Leißner
Kreiskirchenamt Sangerhausen
Markt 30
06526 Sangerhausen
Telefon: 03464 - 24350
Fax: 03464 – 243517