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Leser kommen zu Wort

Gartenabfälle dürfen nur noch im Frühjahr verbrannt werden 

2. September, 2009

Schlechte Zeiten für Kleingärtner ??
Wer wie bisher auf die so genannten „Brenntage“ im Herbst gewartet hat, dürfte in diesem Jahr ein großes Poblem bekommen. Mit dem neuen Abfallgesetz des Landkreises, das am 24. August 2009 in Kraft trat, ist ab sofort das Verbrennen von Gartenabfällen verboten.

Wie sehen Sie diese neue Regelung liebe Leser?
Schreiben Sie uns ihre Meinung zu diesem Thema!

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Erlebnisse auf dem Amt 

29. Juli, 2008

Ich bin ALG2-Empfängerin und komme aus Blankenburg.
Was ich dort so auf dem Amt erleben musste ist unvorstellbar.
Man hatte mich dort vorgeladen, um mit mir über meine Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen. Als ich dort zum Termin erschien, wurde ich schon unfreundlich begrüßt. Vor mir saß eine 20 jährige Mitarbeiterin der Behörde.
Da ich Mutter von 2 Kindern bin, die auf Sonderschulen gehen, ist es mir nur möglich maximal 4-6 stunden am Tag arbeiten zu gehen. Dieses erklärte ich der Mitarbeiterin ausführlich.
Was sie mir darauf hin antwortete, war unfassbar für mich. Sie sagte, ich könnte doch meine Kinder in die Internate an beiden Schulen geben, um so dem Arbeitsmarkt besser zur Verfügung zu stehen. In diesem Moment fragte ich mich ernsthaft, wo wir leben, dass man einer allein erziehenden Mutter eine solche Antwort gibt.
Ich erklärte ihr, dass man per Gesetz Rücksicht auf minderjährige Kinder zu nehmen hat, zwecks Arbeitsannahme und Arbeitszeit. Aber anscheinend interessiert das heute keinen mehr bei den Behörden. Wofür gibt es Gesetze, wenn sich keiner mehr danach richtet?
Eigentlich sollen doch solche Behörden eine Art “Kundencenter” sein, wo Langzeitarbeitslose besser betreut werden sollen. Ich habe mich dort nicht als Kunde gefühlt, eher wie ein ” Sozialschmarotzer”.
Wenn auch eine Behörde jüngere Mitarbeiter einstellt, so sollte es doch wenigstens gewährleistet sein, dass ein bestimmtes Maß an Höflichkeit an den Tag gelegt wird, denn diese Mitarbeiterin war die Unhöflichkeit in Person.
Wo leben wir denn, dass mir eine 20jährige sagt was ich tun muss, um auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar zu sein. Zumal es auch andere Möglichkeiten gibt, Alleinerziehende in der Hinsicht zu unterstützen, z.B. durch den Familien entlastenden Dienst des Jugendamtes. Aber dafür hatte sie anscheinend kein Gehör, denn sie hielt an ihrer Aussage fest.

Da sicher jeder ALG2- Empfänger schon einmal Ärger mit den Behörden hatte, war es mir ein Bedürfnis dieses hier in der Öffentlichkeit kund zu tun. Ich hoffe, dass ich allen ALG2- Empfängern etwas Mut gemacht habe, auch an die Öffentlichkeit zu gehen.

I. Richter

(Name geändert)

To be a smoker, or not to be 

20. Januar, 2008

Blauer Dunst

Geraucht wurde schon immer, so lange die Menschen zurück denken können. Rauchen gehört mit zu den religiösen Ritualen, ist in der Kultur verwurzelt.

HALT! Jetzt ist Schluss damit!
Rauchen ist gesundheitsschädlich, gefährlich und wir müssen die Nichtraucher vor dem Qualm schützen.
Nun ja, unsere besorgte Regierung meinte es bestimmt gut mit diesem Gesetz. Für irgend etwas müssen unsere Volksvertreter doch ihr Geld bekommen, müssen sie schon zeigen, dass sie mal ein vernünftiges Gesetz auf den Weg bringen, das nicht gleich wieder an Einwänden verschiedener Verbände und Lobbyisten kippt.
Und wirklich, mit dem Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten schien man fast alle Fraktionen hinter sich.

Blick zurück:
Während das Rauchen mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in der alten und der neuen Welt salonfähig wurde, breitete es sich mit der Zigarette in allen Schichten der Gesellschaft aus.
Aus dem Raucher, der mit seiner Zigarre oder Pfeife noch ein Statussymbol verband, wurde langsam der Raucher, der seinen Platz im alltäglichen Leben fand. Daraus entwickelte sich eine ganze Industrie, die dem steigenden Konsum gerecht werden musste und wollte. Denn schließlich gab es genug zu verdienen.
Und, wie so oft, wenn der Staat meinte, eine lukrative Einnahmequelle entdeckt zu haben, erhob er Steuern.
Ja was nun, Steuern oder keine Steuern?

Je mehr die Leute rauchten, desto mehr sprudelte die Quelle.
Doch dem nicht genug, man wollte mehr und so kam es , dass die Abgaben sukzessiv erhöht wurden. Der Herstellungspreis für eine Zigarettenschachtel beträgt nur ein Minimum dessen, was der Raucher dafür bezahlt.
In den zurück liegenden Jahren verteuerte sich der Preis dafür um mehr als das Doppelte.

Irgendwann wurde festgestellt, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Die steigenden Kosten der daraus resultierenden Krankheiten sollte bitteschön der Raucher selbst tragen, und alle anderen sollten zudem vor den Qualmern geschützt werden.
Steuern hin oder her, der Staat musste handeln!

Seit vergangenem Jahr ist es also beschlossene Sache, das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher, das am 1. Januar 2007 auch in Sachsen-Anhalt in Kraft trat.
Während in Schulen, auf Bahnhöfen und in öffentlichen Gebäuden Rauchverbot gilt, besteht für Gaststätten noch eine Übergangsfrist. Gastwirte haben bis Jahresmitte Zeit sich darauf einzustellen.
Die Einrichtung eines separaten Raumes für all jene, die nicht auf ihren Glimmstengel verzichten wollen oder können, ist eine mögliche Variante, kommt jedoch nicht für alle in Frage.

Leserbeiträge - so wird’s gemacht 

6. Oktober, 2007

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 Sonntag, 5. September 2010